ZK028 – Grusel-Fake-News: Von Pestulaten bis Horror-Maske

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Anna Müllner
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@moepern

Corona-Fake-News sind derzeit überall. Und besserwisserisch wie wir sind, möchten wir unwissenschaftlichen Mumpitz nicht unkommentiert lassen. Damit bekommt auch ihr eine Argumentationsgrundlage an die Hand, falls mal wieder jemand versucht quer zu denken, bevor er gerade denken gelernt hat. Daher haben wir keine Kosten und Mühen gescheut, ein paar populäre Coronamythen zu entzaubern. Pünktlich zu Halloween wollen wir diese Geister austreiben!

Dazu sprechen wir über “Schrödingers Maske”, deren Poren gleichzeitig groß genug für Viruspartikel aber zu klein für Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxid-Moleküle sind, ob es sinnvoll ist, dass Immunsystem zu stärken (Schlaf ist dafür gut. Schlaf ist immer gut!) und Aussagekraft, Spezifität und Sensitivität des Sars-CoV-2-PCR-Tests. Wir klären die Frage, ob Kary Mullis, der Erfinder des PCR-Tests dessen Anwendung zum Nachweis von Viren ablehnt. Jedenfalls hat er einen eigenen Song.

Es macht übrigens keinen Unterschied, ob wir nur “Schnipsel” des Virus finden – es ist das selbe Prinzip wie bei der Forensik. Sind die Schnipsel der RNA vorhanden, dann war der Mörder der Gärtner – oder wie war das nochmal? Jedenfalls brauchen wir nicht für jeden Corona-Test gleich das ganze Viren-Genom zu sequenzieren, schließlich würde das viel länger dauern und ihr müsstest noch länger auf euer Testergebnis warten.

Außerdem werden wieder die sogenannten “Koch’schen Postulate” (eigentlich Henle-Koch-Postulate) als Argument aufgegriffen, obwohl schon ein anderer Virusleugner mit der Ausschreibung eines Preisgelds für den Nachweis von Masernviren baden ging. Diese Postulate gehen übrigens zurück auf den Namensgebers des RKI: den deutschen Arzt und Mikrobiologen Robert Koch.  

Übrigens ist es erstaunlich, dass immer noch viele den Unterschied zwischen einer saisonalen Erkrankung wie der jährlichen Grippe und einer Pandemie nicht kennen und so die Gefährlichkeit falsch einordnen. 

In der Biofrage geht es darum, ob Dr. Fauci in einer wissenschaftlichen Publikation Todesfälle durch die Spanische Grippe 1918 mit dem Tragen von Masken in Verbindung gebracht hat. 

Der Pestarzt, der sich auf unser Cover verirrt hat, ist übrigens Mike Beckers, dessen Foto wir dankenswerter Weise verwenden durften. Laut unserem Haus-und-Hof-Archäologen gab es diese Pestarztmasken jedoch nicht zu Zeiten der Pest.

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2 Antworten auf „ZK028 – Grusel-Fake-News: Von Pestulaten bis Horror-Maske“

  1. Hallo,

    ich habe keine Angst, an Covid-19 zu sterben. Ich habe Angst vor den möglichen Spätfolgen. Diese führen unweigerlich zu einer finanziellen und einer psychischen Belastung.
    Leider hört man immer nur vom Sterben – ich habe den Eindruck, dass da irgendwas an der Kommunikation kaputt ist…

    Gibt es verlässliche Aussagen zum Zusammenhang zwischen “körperlichen Reserven” des Menschen und Folgen bzw. Schwere des Krankheitsverlaufes?
    Ich meine, wer vor der Infektion eine hohe sportliche Ausdauerleistung hatte, der könnte doch eine Infektion besser überstehen. Oder ist dem nicht so?

    Viele Grüße

    Mario

    1. das kann man pauschal nicht beantworten. Es gibt viele jüngere, die sich als sportlich und fit beschrieben haben und die es dann trotzdem hart getroffen hat. Vermutlich hängt es davon nicht ab. Eventuell spielt der Stresspegel eine Rolle, weil dann schon immununterdrückendes Cortison im Körper kursiert. Und meinem subjektiven Eindruck aus verschiedenen Erfahrungsberichten nach zu gehen sind insgesamt auch hier Männer härter betroffen als Frauen.

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